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#Opco11 Lernen kann doch jeder, oder? Über Kompetenzen und Bildung – kurze Reflexion des ITG-Festivals

Jun23
2011
3 Kommentare Geschrieben von Volkmarl

Öfter mal was Neues: diese Woche im Opco11 ein bekanntes Thema  in einem mehr oder weniger bekannten Format. Was war neu? Die Story, in die das Thema eingebunden war, nämlich ein “ITG-Festival” oder, ausgeschrieben: “Festival der Informationstechnischen Grundbildung”. Der Festival-Organisator, Christian Spannagel, bekennender „Wave-Gotik-Treffen“-Fan, hat seine Aufgabenstruktur in eine Festival-Struktur mit fünf Konzerten (Dank Lore Reß, wurden es sogar sechs) übertragen und als „Konzertsaal“ jeweils ein Etherpad vorstrukturiert. In einer zugehörigen Audioboo-Ankündigung erläuterte C. Spannagel die Fragestellungen – wo war hier eigentlich die passende Hintergrundmusik?

Asynchron/Synchron: Die Mitarbeit der #opco11 Teilnehmer im Vorfeld war für mich überraschend gut (von wegen 90-9-1), so dass das Wagnis, innerhalb einer halben Stunde Synchronarbeit via Etherpad/EtherpadChat zu brauchbaren Ergebnissen zu kommen, halbwegs aufgegangen ist. Natürlich bei sechs parallelen Gruppen, gingen die Meinungen über die Qualität dieser Form von Kollaboration stark auseinander. Ein vom Initiator angedachter Wechsel der Konzerte war praktisch in der kurzen Zeit nicht möglich – die Räume waren teilweise voll ausgebucht (free Etherpad=max. 16 User).

Wie im richtigen Leben: Ja, es war ein wenig chaotisch und kaum zu glauben, das Wetter (besser Unwetter) war allgegenwärtig auch im virtuellen Konzert. Beide Moderatoren wetterbedingt verhindert. Adobe Connect Server oder das Netzwerk zu Beginn wenig performant (vielleicht auch Unwetterbedingt?), aber deshalb von einem Reinfall zu berichten, ist wohl eher eine Ausnahme. Nein, ich meine es war ein sehr anspruchsvolles Konzept, dass eine gute Vorbereitung auf beiden Seiten, also auch bei den Teilnehmern erforderte.

Qualitätssicherung: Dass ist das Schöne an einem offenen Kurs, jeder (!) kann sich einbringen und damit die Qualität beeinflussen und damit auch sichern. Insofern kann man zwar über die Eigendynamik der Technik schimpfen, aber was die Inhalte angeht, fasse sich jeder an die eigene Nase, oder?

Überraschung – Chatnutzung im Vergleich zu Audio/Videobeiträgen überwiegt: Obwohl ich Zehnfingertechnik zum Schreiben sehr gut beherrsche, bin ich nicht der hochmotivierte Turbotipper, sondern nutze viel lieber Audio/Videokanäle, wenn vorhanden. Für mich überraschend: in der anschließenden offenen Online-Reflexion via Adobe Connect meldete sich kaum ein Teilnehmer per Wortmeldung, aber im Chat wurde wieder turbogetippt, mit wertvollen Beiträgen! Fehlt hier die technische Ausstattung oder einfach der Mut?

Fazit: Gelernt wurde das meiste asynchron, das synchrone „ITG-Festival“ war ein gelungenes Experiment, etwas knapp in der Zeit bemessen, aber für die Klärung/Diskussion offener Fragen zu den im Vorfeld eingestellten Beiträgen ausreichend. Vielen Dank für die Organisation, das etwas andere Format und vor allem die gute Vorstrukturierung/Vorbereitung an Prof. Dr. Christian Spannagel, den großen Konzertmeister!

Geposted in E-Learning - Schlagwörter E-Learning, Konnektivismus, opco11
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3 Kommentare

  1. Christian Spannagel's Gravatar Christian Spannagel
    23. Juni 2011 at 23:24 | Permalink

    Danke für deinen Rückblick! Die Tatsache, dass im Vorfeld bereits so viel beigetragen wurde, hatte mich auch überrascht – und daher war die Zeit für die synchrone Zusammenarbeit tatsächlich zu knapp bemessen. Nicht jeder konnte vorher alles lesen (obwohl dies natürlich besser gewesen wäre und intendiert war…)

    Reply
  2. Heiko Wagner's Gravatar Heiko Wagner
    24. Juni 2011 at 21:09 | Permalink

    Hallo,
    ich hoffe, dass ich hier richtig bin. Ich gehörte mit zu den Leuten, die live im Konzert waren. Mein Feedback dazu: Es war was ganz neues für mich, in einer so kurzen Zeit (30min) so intensiv an einer Sache zu arbeiten, obwohl man sich im Vorfeld orientieren konnte. Der Druck war durch die vorgegebene Zeit sehr hoch aber trotzdem sehr spannend. Unser “gekürter” Bandleader hatte leider kein Mikro und keiner wußte es. Ich fiel förmlich in den Adobe hinein und musste gleich unsere Bandergebnisse (II) vorstellen. Da war ich eigentlich überrumpelt und deshalb gehöre ich zu denen, die das Gesamtkonzert etwas aus der Bahn gebracht habe. Ich entschuldige mich dafür. Christian hat mich dann noch gerettet, als er selber unser gemeinsamen Standpunkt dargelegt hat. Danke an der Stelle an Christian. Diese Vorgehensweise dieser Veranstaltung fand ich trotzdem sehr gut und wir hätten zeitlich auch alles hinbekommen, wenn man alles bedacht hätte. Damit meine ich die Technikprobleme, Bandleader-Festlegung etc.
    Sehr gut war die im Vorfeld angefertigten Etherpadteams.
    Möchte mich für diese kostenlose Weiterbildung und den vielen interessanten Beiträgen bei allen bedanken und hoffe auf ein weiteres Konzert. VG Heiko

    Reply
  3. Monika E. König's Gravatar Monika E. König
    4. Juli 2011 at 11:04 | Permalink

    … die Session wird wohl doch noch als Lernfestival in die Geschichte eingehen (P.S.: In Woodstock damals hat’s auch geregnet ;) )…

    nur kannst Du dann sagen: “Ich war dabei!”

    Reply

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